Zentrum für Therapeutisches Reiten Johannisberg e.V.
Zentrum für Therapeutisches Reiten Johannisberg e.V.

Multizentrische Studie zur Wirksamkeit der Hippotherapie bei MS-Patienten gestartet

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WINDHAGEN-JOHANNISBERG, 24. Oktober 2013. Das Zentrum für Therapeutisches Reiten Johannisberg e.V. führt derzeit eine groß angelegte wissenschaftliche Studie zur Wirksamkeit des Therapeutischen Reitens bei Multiple Sklerose-Patienten (MS) durch. Die Studie wird weltweit die erste wissenschaftliche Studie sein, die nach den internationalen GCP Standards (Good Clinical Practice) die Wirkung der Hippotherapie auf die Symptome der Multiplen Sklerose bei 70 Patienten untersucht. Good Clinical Practice (GCP, dt.: „Gute klinische Praxis“) bezeichnet international anerkannte, nach ethischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgestellte Regeln für die Durchführung von klinischen Studien. Dabei stehen der Schutz der Studienteilnehmer und deren informierte Einwilligung sowie die Qualität der Studienergebnisse im Mittelpunkt. Die Patienten erhalten über einen Zeitraum von drei Monaten einmal wöchentlich Hippotherapie. In den darauf folgenden Monaten erfolgt die Auswertung der Ergebnisse.

 

Neben dem Zentrum für Therapeutisches Reiten Johannisberg e.V. beteiligen sich das Gut Üttingshof im Taubertal (Nähe Bad Mergentheim, Baden-Württemberg), das Zentrum für Therapeutisches Reiten Hof Eichenhorst in Nützen (Nähe Kaltenkirchen im Kreis Bad Segeberg, Schleswig-Holstein), der Carolinenhof in Heiligenhaus in Essen (Nordrhein-Westfalen) und das Kinderförderzentrum Therapeutisches Reiten Kastanien­hof in Frankfurt-Kalbach (Hessen) an der Studie.

 

Projektmanagerin der Studie ist die Diplom Gesundheits-Ökonomin Vanessa Wollenweber. Die Studie ist Bestandteil ihrer Promotion an der Universität zu Köln. Als Leiter der Klinischen Studie konnte der Neurologe Dr. Dieter Pöhlau, Chefarzt der Kamillus Klinik in Asbach, gewonnen werden. Wissenschaftliche Partner bei der Durchführung der Studie sind zwei Institute der Universität zu Köln: Für die Statistik zeichnet das Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie (IMSIE) verantwortlich, für das Monitoring (die unabhängige Überwachung der Studie) das Zentrum für klinische Studien (ZKS). Finanziert wird die Studie von der Willi Drache Stiftung, die bereits seit vielen Jahren die wissenschaftliche Forschung im Therapeutischen Reiten fördert.

 

Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit der Hippotherapie bei MS-Patienten zu untersuchen, um damit zur Aufnahme des Therapeutischen Reitens in den Heilmittelkatalog der Gesetzlichen Krankenkassen beizutragen. Durch die „Therapie auf Rezept“ würden wesentlich mehr Patienten als bisher einen Zugang zu dieser Therapiemöglichkeit erhalten. Untersucht wird die Auswirkung auf das Gleichgewicht, die Lebensqualität, Fatigue, Schmerz und Spastik der Patienten. Zwei 2007 und 2009 im Zentrum für Thera­peu­tisches Reiten Johannisberg e.V. durch­geführte Pilotstudien zeigten bereits vielversprechende Hinweise auf die Wirksamkeit der Hippotherapie bei MS-Patienten.

 

Vereinzelt können sich noch MS-Patienten, die sich für die (kostenlose) Teilnahme an der Studie interessieren, für einen Teilnehmerplatz bewerben. Die Kontaktadressen finden Sie in unserem Flyer (siehe oben). Über die Auswahl der Patienten entscheidet der zuständige Studienarzt.

Hier finden Sie uns:

Zentrum für Therapeutisches Reiten Johannisberg e.V.
Johannisberg 1
53578 Windhagen

 

Telefon: 02645 970775

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